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Kollaborative Bewertung von Innovationen

02.08.2011 | In Zusammenarbeit mit Prof. Bry vom Institut für Informatik und Prof. Brodbeck vom Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München hat das Bauhaus Luftfahrt kürzlich eine erste Studie zum Thema der kollaborativen Innovationsbewertung durchgeführt. Studierende der LMU nutzten dabei ein am Bauhaus Luftfahrt entwickeltes Werkzeug um ihre Bewertung für fünf Zukunftskonzepte aus dem Bereich der Luftfahrt abzugeben.

Im Forschungsbereich Wissensmanagement werden am Bauhaus Luftfahrt Mechanismen aus dem Web 2.0-Umfeld für die ortsverteilte und asynchrone Bewertung von Innovationen untersucht. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei derzeit die Verwendung von marktbasierten Prinzipien. Märkten wird allgemein die Fähigkeit zugeschrieben, Informationen von unterschiedlichen Quellen durch ihren Preisbildungsmechanismus sammeln und verdichten zu können. Diese Eigenschaft will sich das Bauhaus Luftfahrt auch in der Verwendung zur Innovationsbewertung zunutze machen. Das Ziel ist dabei, die Einschätzungen von vielen verschiedenen Teilnehmern mit unterschiedlichen Informationen durch den Marktmechanismus in einen Indikator, nämlich einen abstrakten Preis, umzusetzen.

Jede Innovation wird dabei als Aktie repräsentiert und die Teilnehmer kaufen und verkaufen Anteile davon, abhängig davon, ob sie die Innovation befürworten oder nicht. Die aus dem Handel resultierenden hohen Preise werden dabei als Zustimmung oder Einigkeit in Bezug auf die jeweiligen Vorschläge interpretiert und entsprechend niedrige Preise als fehlende Zustimmung oder Uneinigkeit. In der Studie fand der neuartige Ansatz großen Anklang bei den Studierenden, es entstand ein reger Handel der Innovationen und es konnte eine gemeinsame Auswahl aus den zur Diskussion stehenden Innovationen getroffen werden.

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