Mission
"Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint." Albert Einstein
Mit dieser Motivation wurde das Bauhaus Luftfahrt im November 2005 von den drei Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS, Liebherr-Aerospace und MTU Aero Engines sowie dem Bayerischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen. Seit Anfang 2012 ist zudem die IABG-Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft Mitglied der Institution. Der gemeinnützige Verein ist eine international ausgerichtete Ideenschmiede. Das Team aus rund 35 Wissenschaftlern befasst sich mit der Zukunft der Mobilität im Allgemeinen und mit der Zukunft des Luftverkehrs im Besonderen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, das komplexe System der Luftfahrt aus vielerlei Blickwinkeln zu betrachten: Bei allen Projekten werden technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte ganzheitlich berücksichtigt.
In Anlehnung an die Tradition des "Bauhaus", Deutschlands historischer Hochschule für Gestaltung, will auch das Bauhaus Luftfahrt ein fachübergreifender "Think Tank" sein. Im Dessau der 1920er-Jahre wirkten unter der Leitung von Walter Gropius Architekten, Maler und Bildhauer eng zusammen. Auf diese Weise entstand ein breit gefächertes Kompetenzspektrum. Genau das realisiert das Bauhaus Luftfahrt für die europäische Luftfahrtbranche und zwar nicht nur im interdisziplinären Dialog von Ingenieuren, Ökonomen, Informatikern, Physikern, Geographen, Kultur- und Sozialwissenschaftlern, sondern auch in enger Kooperation von Industrie, Wissenschaft und Politik.
Dabei sieht sich die Forschungseinrichtung aus München mit einer Vielzahl globaler Herausforderungen konfrontiert: Unter anderem wird eine zunehmend wohlhabende Bevölkerung in den Schwellenländern die Nachfrage nach Lufttransportkapazitäten weiter erhöhen. Zeitgleich werden Klimawandel und Ressourcenverknappung einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Energiepreisen nehmen. Hinzu kommt: Der urbane Mensch der Zukunft wird durchschnittlich älter sein als heute und andere Ansprüche an das Reisen stellen. Im Sinne eines "Zukunftsradars" zeigt das Bauhaus Luftfahrt auf, welche Konsequenzen solch ein Wandel für den Luftverkehr von Morgen haben kann.
Der eingetragene Verein arbeitet unabhängig und im öffentlichen Interesse. Innovative Ideen müssen dort nicht per se marktorientiert reifen. Vielmehr gibt das Bauhaus Luftfahrt Antworten auf die Frage, welche Alternativen für die Anforderungen der Zukunft denkbar sind. Dabei bestehen für die Wissenschaftler des Kreativzentrums kaum gedankliche Tabus. Allerdings wird streng darauf geachtet, dass visionäre Konzepte und Strategien stets auch anwendungsorientiert und technisch machbar sind. Grundlage zur Entwicklung tragfähiger Lösungen bilden somit immer die klassischen Disziplinen der Physik und der Ingenieurwissenschaft.
