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Zukünftige Pfade hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Die Luftfahrt steht vor großen ökologischen Herausforderungen. Durch das starke Wachstum des Flugverkehrs werden die Treibhausgasemissionen des Sektors voraussichtlich weiter stark ansteigen. Dies steht im Widerspruch zum Ziel der Luftfahrt, die flottenweiten Emissionen bis 2050 um 50  % gegenüber 2005 zu reduzieren, und dem globalen Ziel, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 °C zu begrenzen.

Es stellt sich somit die Frage, welche technologischen Möglichkeiten für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen zur Verfügung stehen und welche Kosten durch deren Implementierung auf die Luftfahrt zukommen könnten.

In Zusammenarbeit mit dem Flughafen München wurden mithilfe systemdynamischer Simulationsmodelle verschiedene Technologieszenarien beleuchtet. Diese umfassen sowohl evolutionäre Entwicklungen zur Effizienzsteigerung von Flugzeugen als auch den Einsatz von nachhaltigem Kerosin. Erste Ergebnisse zeigen, dass eine kombinierte Strategie aus starken Effizienzsteigerungen und einer massiven Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe die Erreichung der Klimaziele potenziell ermöglicht. Unter bestimmten Bedingungen ließe sich dabei der Anstieg der Kraftstoffkosten pro Passagierkilometer auf unter 50 % im Vergleich zum heutigen Niveau begrenzen. Dies erfordert allerdings günstige sozioökonomische Rahmenbedingungen, hohe Technologieinvestitionen sowie ernsthafte und unverzügliche Anstrengungen aller Luftfahrtakteure.

Weiterführende Forschung wird sich auf den Ausbau der Simulationsmodelle und die Präzisierung der Rahmenbedingungen konzentrieren, um erweiterte und robustere Szenarien entwickeln und Handlungsempfehlungen für die Luftfahrtakteure ableiten zu können.

  • Integrierte Modellstruktur zur holistischen Analyse von Zukunftsszenarien: Basierend auf Annahmen zu Technologieentwicklung und sozioökonomischen Trends, können mit diesem ganzheitlichen Modellierungsansatz Flottenzusammensetzungen, Kraftstoffbedarfe und -produktionskapazitäten abgeleitet werden.Integrierte Modellstruktur zur holistischen Analyse von Zukunftsszenarien: Basierend auf Annahmen zu Technologieentwicklung und sozioökonomischen Trends, können mit diesem ganzheitlichen Modellierungsansatz Flottenzusammensetzungen, Kraftstoffbedarfe und -produktionskapazitäten abgeleitet werden.
  • Modellierte CO2-Emissionstrajektorien der Luftfahrt im Vergleich zu Emissionsreduktionszielen: Selbst bei starken Effizienzsteigerungen entsteht eine Lücke zwischen den erwarteten und anvisierten CO2-Emissionen. Diese Lücke kann theoretisch durch den massiven Einsatz alternativer Kraftstoffe geschlossen werden.Modellierte CO2-Emissionstrajektorien der Luftfahrt im Vergleich zu Emissionsreduktionszielen: Selbst bei starken Effizienzsteigerungen entsteht eine Lücke zwischen den erwarteten und anvisierten CO2-Emissionen. Diese Lücke kann theoretisch durch den massiven Einsatz alternativer Kraftstoffe geschlossen werden.