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Entwicklung der Passagiernachfrage und von Airline-Geschäftsmodellen

Seit Beginn der kommerziellen Luftfahrt wurden Passagiere in Geschäfts- und Privatreisende unterteilt. Eine solche Klassifizierung ist jedoch nicht mehr ausreichend, da das Spektrum an Passagierbedürfnissen stetig wächst. Dieses wird unter anderem getrieben von aufstrebenden Schwellenländern, einer alternden Gesellschaft und einer zunehmenden Digitalisierung des Privat- und Arbeitslebens. Heutzutage werden Passagiere in „urban hoppers“, „culture seekers“ oder „screenagers“ gruppiert. Die Einteilung basiert nicht länger auf dem Reisegrund, sondern auf unterschiedlichen Bedürfnissen entlang der Reisekette. Eine Studie bei Bauhaus Luftfahrt untersucht diesen Bedürfniswandel, definiert neue Passagiergruppen und analysiert daraus resultierende Anforderungen für die verschiedenen Stakeholder in der Luftfahrt.

Fluglinien verändern ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und neue Einnahmequellen zu erschließen. Beispielsweise erfordert die erfolgreiche Anwendung des Low-Cost-Modells auf die Langstrecke eine Fokussierung auf Verbindungen mit hoher Nachfrage, den Einsatz eines einzelnen Flugzeugtyps und eine Kapazitätsoptimierung. Veränderte Passagieranforderungen tragen unter anderem zu einer stärkeren Differenzierung von Geschäftsmodellen im Hinblick auf Angebote, die geografische Abdeckung oder Netzwerkstruktur bei.

Eine Bauhaus-Luftfahrt-Studie verwendet vielfältige Parameter, um neue Geschäftsmodelle wie das des „global niche network carrier“ zu identifizieren: Verglichen mit traditionellen Fluggesellschaften wie Lufthansa oder United Airlines wird es von kleineren Fluglinien mit einer auf einen bestimmten Markt ausgerichteten Hub-and-Spoke-Netzwerkstruktur verwirklicht.

  • Airline-Geschäftsmodelle: Um gegenüber starker Konkurrenz zu bestehen, differenzieren Fluglinien ihr Geschäftsmodell zum Beispiel im Hinblick auf angebotene Leistungen oder die geografische Abdeckung.Airline-Geschäftsmodelle: Um gegenüber starker Konkurrenz zu bestehen, differenzieren Fluglinien ihr Geschäftsmodell zum Beispiel im Hinblick auf angebotene Leistungen oder die geografische Abdeckung.
  • Source: Own depiction based on Klemm, M. (2015), Development of a new airline business model classification using cluster analysis methodology, Diplomarbeit, November 2015, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre – Unternehmensführung, Logistik und Produktion der Technischen Universität MünchenSource: Own depiction based on Klemm, M. (2015), Development of a new airline business model classification using cluster analysis methodology, Diplomarbeit, November 2015, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre – Unternehmensführung, Logistik und Produktion der Technischen Universität München
  • Definition von Passagiergruppen anhand unterschiedlicher Parameter: Die Grafik stellt verschiedene Passagiergruppen anhand ihrer Reiseerwartungen und Technologieaffinität dar.Definition von Passagiergruppen anhand unterschiedlicher Parameter: Die Grafik stellt verschiedene Passagiergruppen anhand ihrer Reiseerwartungen und Technologieaffinität dar.