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Was braucht es, damit Urban Air Mobility zum Massentransport wird?

Neue Einsatzgebiete für Luftfahrzeuge eröffnen sich durch Entwicklungen in der elektrischen Antriebs-, Batterie- und Sensortechnologie. Zurzeit arbeiten mehr als hundert Unternehmen an der Realisierung des Konzeptes von Urban Air Mobility (UAM), dem Einsatz von vertikal startenden und landenden Flugzeugen für den inter- und innerstädtischen Personenverkehr.

Um die potenzielle Transportleistung von UAM zu verstehen, verfolgt das Bauhaus Luftfahrt einen agentenbasierten Modellierungsansatz, da – im Gegensatz zum klassischen Vier-Stufen-Ansatz – die agentenbasierte Modellierung dynamische Agentenentscheidungen während der Simulation ermöglicht. Somit können neue Mobilitätsdienstleistungen wie On-Demand, Sharing oder auch Pooling, wovon die meisten UAM-Konzepte ausgehen, abgebildet werden.

Das Transport-Simulations-Framework MATSim wurde um ein UAM-Modul erweitert, das die Definition von UAM-Infrastruktur und -Fahrzeugen ermöglicht und den Agenten der Simulation erlaubt, UAM als Transportmittel in ihr tägliches Mobilitätsverhalten zu integrieren. Daher wird UAM in einem kohärenten Stadtverkehrsmodell simuliert, in dem UAM mit bodengebundenen Verkehrssystemen sowohl zusammenarbeitet als auch konkurriert.

Diese Simulationsfähigkeit wird genutzt, um Sensitivitätsstudien über UAM-Parameter durchzuführen, die Schätzungen über UAM-Verkehrsaufkommen und die daraus resultierenden transportsystemweiten Auswirkungen liefern. Somit können wesentliche Anforderungen auf Vehikel, Infrastruktur und Betriebsebene abgeleitet werden.

  • Nachfragesensitivität für Urban Air Mobility: Unter der Annahme eines UAM-Missionsspektrums von unter 10 km hat die Sicherstellung kurzer Passagierprozesszeiten einen deutlich höheren Einfluss auf die Passagierzahlen als schnellere UAM-Fluggeschwindigkeiten.Nachfragesensitivität für Urban Air Mobility: Unter der Annahme eines UAM-Missionsspektrums von unter 10 km hat die Sicherstellung kurzer Passagierprozesszeiten einen deutlich höheren Einfluss auf die Passagierzahlen als schnellere UAM-Fluggeschwindigkeiten.
  • Systematische Platzierung von UAM-Infrastruktur: Mittels Überlagerung von räumlichen Faktoren, wie Hubschrauberlandeplätzen, wichtigen Verkehrsknotenpunkten und touristischen Sehenswürdigkeiten, werden geeignete Standorte für UAM-Infrastruktur definiert.Systematische Platzierung von UAM-Infrastruktur: Mittels Überlagerung von räumlichen Faktoren, wie Hubschrauberlandeplätzen, wichtigen Verkehrsknotenpunkten und touristischen Sehenswürdigkeiten, werden geeignete Standorte für UAM-Infrastruktur definiert.