Skip to main content

Operationelle und konzeptionelle Maßnahmen zur Fluglärmreduktion

Neben der Reduktion des CO2- und NOx-Ausstoßes spielt die Optimierung hinsichtlich Lärmemissionen eine zunehmend wichtige Rolle. Naturgemäß rücken hier Start und Landung in den Fokus und sind maßgeblich für die Lärmzieldefinition der International Civil Aviation Organization (ICAO). Besonders hohe Relevanz hat das Thema Fluglärm beim innerstädtischen Flughafen CentAirStation und dem zugehörigen Flugzeugkonzept CityBird.

Um die Emissionen von Beginn an abschätzen zu können, integriert das Bauhaus Luftfahrt bewährte, semiempirische Quelllärmmodelle für lärmtreibende Komponenten in seine Vorentwurfsplattform. Der für die von der ICAO vorgegebenen Start- und Landemanöver berechnete kumulative Lärmpegel des CityBird liegt mit 233 EPNdB deutlich unter dem für das Jahr 2040 zulässigen Grenzwert. Neben einem kurzen Fahrwerk und modernen, durch die Leitwerke abgeschirmten Triebwerken wirkt sich die vergleichsweise langsame Anfluggeschwindigkeit von 102 Knoten lärmreduzierend aus. Letztere wird durch ungepfeilte Flügel mit durchgängigen Hochauftriebssystemen und Plasmaaktuatoren ermöglicht.

Um die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber einer zentral gelegenen CentAirStation zu gewährleisten, müssen im Betrieb die innerstädtischen Lärmvorgaben erfüllt werden. Dazu können sowohl bauliche als auch operationelle Maßnahmen beitragen. So ist beispielsweise die Start- und Landebahn am Dach des Flughafengebäudes durch Lärmschutzwände abgeschirmt. Ein steilerer Gleitwinkel beim Landeanflug erhöht zusätzlich die Entfernung zwischen Lärmquelle und -empfänger, was eine signifikante Reduktion der von Fluglärm betroffenen urbanen Fläche bedeutet.

  • Exemplarisches Lärmprofil der Bahnlinien in der Berliner Innenstadt: Für einen innerstädtischen Flughafen setzen die dominierenden Lärmquellen wie etwa Bahnverkehr oder stark befahrene Straßen den Maßstab.Exemplarisches Lärmprofil der Bahnlinien in der Berliner Innenstadt: Für einen innerstädtischen Flughafen setzen die dominierenden Lärmquellen wie etwa Bahnverkehr oder stark befahrene Straßen den Maßstab.
  • Auswirkung eines steileren Gleitwinkels im Landeanflug: Durch einen steileren Gleitwinkel von 5,5° kann die Fläche, die den Lärmemissionen des Flugzeugs ausgesetzt ist, im Vergleich zum Standardanflug signifikant reduziert werden.Auswirkung eines steileren Gleitwinkels im Landeanflug: Durch einen steileren Gleitwinkel von 5,5° kann die Fläche, die den Lärmemissionen des Flugzeugs ausgesetzt ist, im Vergleich zum Standardanflug signifikant reduziert werden.