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Turboelektrische Antriebsintegration mit „Wake filling”

Im Juni 2017 wurde das von der Europäischen Union im Rahmenprogramm Horizon 2020 geförderte Forschungsprojekt CENTRELINE erfolgreich gestartet. Das vom Bauhaus Luftfahrt koordinierte Konsortium umfasst insgesamt neun Partner, darunter Industrieunternehmen, Universitäten und einen Partner für Projektmanagement. Ein technisches Beratungsgremium, bestehend aus Experten der Industrie und Forschungseinrichtungen, begleitet das Projekt. CENTRELINE hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile des „Wake filling“-Effektes unter realistischen Auslegungskriterien und Betriebsbedingungen zu maximieren. Das zu untersuchende „Propulsive Fuselage Concept“ realisiert die Kompensation des Impulsverlustes im Nachlauf des Rumpfes durch einen turboelektrisch angetriebenen Propulsor, der im Heck installiert ist und dessen Zweck die Einsaugung der Rumpfgrenzschicht ist. Ziel des Projektes ist es, den Machbarkeitsnachweis dieses neuartigen Ansatzes zur synergetischen Antriebsintegration zu erbringen und durch erste experimentelle Untersuchungen die technologische Reife des Konzepts erheblich zu erhöhen. Die Schwerpunkte der aerodynamischen Untersuchungen liegen auf Strömungssimulationen der Konfiguration, die durch eine Windkanaltestkampagne ergänzt werden. Darüber hinaus wird das Betriebsverhalten des Rumpfantriebes numerisch und experimentell untersucht. Alle detaillierten Simulations- und Testergebnisse fließen kontinuierlich in einen flugzeugintegrierten Auslegungs- und Optimierungsprozess ein. Dies ermöglicht schließlich den Vergleich mit einer ähnlich fortschrittlichen, konventionellen Referenzkonfiguration. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No. 723242.

  • Darstellung des „Propulsive Fuselage Concept“: Das untersuchte Konzept sieht einen im Rumpfheck installierten Antrieb vor, dessen Aufgabe die Auffüllung des durch Reibung induzierten Impulsdefizits im Nachlauf darstellt.Darstellung des „Propulsive Fuselage Concept“: Das untersuchte Konzept sieht einen im Rumpfheck installierten Antrieb vor, dessen Aufgabe die Auffüllung des durch Reibung induzierten Impulsdefizits im Nachlauf darstellt.
  • Grundsätzliche Flugzeugkonfiguration und turboelektrischer Antriebsstrang: Der Rumpfantrieb wird von einem elektrischen Motor angetrieben, dessen aufgenommene Leistung über Generatoren den unter den Flügeln installierten fortschrittlichen Getriebefantriebwerken entnommen wird.Grundsätzliche Flugzeugkonfiguration und turboelektrischer Antriebsstrang: Der Rumpfantrieb wird von einem elektrischen Motor angetrieben, dessen aufgenommene Leistung über Generatoren den unter den Flügeln installierten fortschrittlichen Getriebefantriebwerken entnommen wird.