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Bauhaus Luftfahrt veröffentlicht Hintergrundpapier zu Power-to-Liquids (PtL) für die Luftfahrt

Das Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 erfordert beträchtliche Reduktionen der Treibhausgasemissionen in allen Sektoren. Sofern die für PtL benötigte elektrische Energie und der Rohstoff CO2 aus erneuerbaren Quellen stammen, könnten PtL-Kraftstoffe mit ihrem hohen Produktionspotenzial und ihrer vorteilhaften Treibhausgasbilanz dazu beitragen, dass auch die Luftfahrt ihren Anteil an den globalen Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele leisten kann.

So lautet die Hauptbotschaft eines Hintergrundpapiers, das das Bauhaus Luftfahrt in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik und im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt hat. Der PtL-Prozess basiert auf drei Schlüsselschritten: 1. Wasserstoffproduktion durch Wasserelektrolyse mit erneuerbarem Strom. 2. Bereitstellung und Aktivierung von CO2. 3. Synthese flüssiger Kohlenwasserstoffe und anschließende Raffination. PtL-Kraftstoffe können über industriell etablierte Prozessschritte produziert werden, wobei eine industrielle Integration der individuellen Schritte noch aussteht. PtL-Kerosin ist grundsätzlich drop-in-fähig.

Die größte Herausforderung für eine kurzfristige industrielle Implementierung besteht in den vergleichsweise hohen Produktionskosten. Der wesentliche Vorteil von PtL-Kraftstoffen liegt in den immensen Potenzialen der windbasierten und solaren Stromproduktion, die den weltweiten Energiebedarf um ein Vielfaches übertreffen. Der ökologische Nutzen von PtL-Kraftstoffen aus erneuerbaren Quellen für CO2, Strom und Wasser aufgrund des kleinen Treibhausgas- und Wasserfußabdruckes sowie des gegenüber Biokraftstoffen geringen Landverbrauchs ist evident.

Das Hintergrundpapier ist über die Webseite des Umweltbundesamtes frei verfügbar: http://bit.ly/2cowOyf.

Power-to-Liquid

Bildquelle: sunfire GmbH, Dresden / renedeutscher.de
25. Oktober 2016