Das H2Avia-Projekt – durchgeführt von Bauhaus Luftfahrt gemeinsam mit der RWTH Aachen, der TU Braunschweig, der Technischen Universität Hamburg und der Universität Stuttgart – liefert eine integrierte Bewertung von flüssigem Wasserstoff (LH₂) als Energieträger für die Luftfahrt.
Die Analyse umfasst drei Ebenen: LH₂-Produktion und -Logistik, die Integration von Wasserstofftechnologien in Regional-, Kurz-Mittelstrecken- und Langstreckenflugzeuge sowie die Klimamodellierung auf globaler Flottenebene.
Zentrale Ergebnisse: Grüner LH₂ reduziert die Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus um mehr als 85 % gegenüber konventionellem Kerosin. LH₂-Flugzeuge benötigen 8 – 18 % mehr Blockenergie als ein Kerosin-Referenzflugzeug (Stand 2040). Auf einer repräsentativen Route Europa – Nordamerika zeigt die Analyse eine Reduktion des effektiven globalen Erwärmungspotenzials um 55 – 86 %. Auf Flottenebene weist das Modell bis 2050 eine Reduktion der Klimawirkung um 60 % aus.