Laufzeit: 

Mai 2022 - März 2025

 

Rolle:

Projektkoordinator

 

Acronym:

NetShAir

 

Förderung: 

LuFo (Deutsche Bundesregierung)

 
Thomas Hagspihl
Network, Fleet and Operations

Thomas.Hagspihl[at]bauhaus-luftfahrt.net
+49 89-3074-84952

Das NetShAir-Vorhaben befasst sich mit der Idee, klassische Flugzeugbesitz- und betriebsverhältnisse aufzubrechen und eine gemeinschaftliche Nutzung von Flugzeugen anzustreben, die über bestehende Codeshare-, Wet-Lease-, Allianz- und Joint-Venture-Konstrukte hinausgeht.

Das Potential dieser betrieblichen Innovation ergibt sich hauptsächlich daraus, dass bislang getrennte Passagierströme individueller Fluglinien und -zeuge zusammengeführt werden. So kann möglicherweise ein höherer Anteil des Bedarfs als bisher durch Direktverbindungen statt durch Verbindungen mit Umstiegen bedient werden. Dadurch könnte die pro Passagier zurückgelegte Flugdistanz – und damit die Menge klimawirksamer Emissionen pro Passagier – reduziert werden. Zudem könnte der durchschnittliche Sitzladefaktor steigen, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Energiebilanz pro Passagier.

Passagierströme zusammenführen, um klimawirksame Emissionen zu reduzieren
Im Rahmen des NetShAir-Vorhabens soll quantitativ untersucht werden, welches Potential die fluglinienübergreifende Nutzung von Flugzeugen für die Reduktion klimawirksamer Emissionen hat. Ein weiteres Ziel besteht in der Identifikation sich aus dem Konzept ergebender Anforderungen an zukünftige Flugzeugmuster und der dazu geeigneten Technologiebausteine. Zudem werden Geschäftsmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen für die Praxisanwendung erarbeitet. Dabei werden wesentliche Luftfahrtakteure wie Hersteller, Leasing- und Fluggesellschaften, Flughäfen, Experten der Flugsicherung und Gesetzgebung sowie Passagiere vor allem über Workshops in das Projekt eingebunden.

Potentielle Vorteile Fluglinien-übergreifender Flugzeugnutzung (Quelle: Steinweg et al., 2021)

Beitrag Bauhaus Luftfahrt

Das Bauhaus Luftfahrt koordiniert das Projekt und

  • definiert Randbedingungen, Referenz- und Einsatzszenarien von Konzepten zur gemeinsamen Nutzung von Flugzeugen,
  • ermittelt die Anforderungen an zukünftige Flugzeugtypen, welche sich aus der Umsetzung des Konzepts ergeben
  • und quantifiziert das Potenzial zur Emissionsreduzierung, nutzt dafür Methoden des Operations Research sowie Echtdaten.

Partner

Projektförderung

 

 

 

 

Das zugrundeliegende Vorhaben wurde mit den Mitteln des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz unter dem Förderkennzeichen 20E2123A gefördert.